Vaporizer: Die richtige Temperatur beim Verdampfen

Vaporizer: Die richtige Temperatur beim Verdampfen

Ein Vaporizer, auch Verdampfer oder Vaporisator genannt ist ein Gerät, welches immer mehr an Popularität gewinnt. Das Besondere: Anders als beim Rauchen findet hier keine Verbrennung, sondern eine Verdampfung statt.

Bei einem Vaporizer werden die zugegebenen Kräuter so weit erhitzt, dass sich die Wirkstoffe in einem aromatischen Dampf auflösen und der Anwender diese einatmen kann. Die Substanzen werden dabei nicht verbrannt.

Somit entsteht kein Rauch mit Toxinen sondern Dampf. Obwohl dieser Dampf wie Rauch aussehen kann, enthält er keine der giftigen Partikel wie beispielsweise Teer, Benzol etc., welche besonders beim Rauchen schädlich sind.

Dampf Vaporizer

Damit der Prozess des Verdampfens reibungslos ablaufen kann, muss den Kräutern die richtige Wärmemenge zugegeben werden. Dabei hängt die genaue Temperatur von der Kräuterart ab, welche sich momentan im Vaporizer befindet.

In der Regel liegen diese Temperaturen zwischen 130°C und 190°C. Die Kräuter fangen dann an zu sieden und zu verdampfen. Dieser Dampf wird anschließend vom Nutzer entweder direkt (bei mobilen Geräten) oder durch einen Schlauch (bei größeren Geräten) eingeatmet.

Die richtige Temperatur ist besonders wichtig, wenn Sie einen Marihuana-Vaporizer verwenden. Das Erhitzen von Marihuana bei der richtigen Temperatur stellt sicher, dass die Cannabinoide und Terpene effizient verdampft werden, so dass es zu einer optimalen Erholungs- und Heilwirkung kommt. Mehr dazu später.

Bei den neuen elektronischen Verdampfern kann man die Verdampfer-Temperatur in Grad Celsius genau einstellen. Doch bei welcher Temperatur verdunsten die Aromen und Wirkstoffe der Kräuter am besten? In diesem Artikel bekommen Sie endlich eine detaillierte Antwort auf diese und weitere Fragen. Los geht’s!

Eine der am häufigsten gestellten Fragen:

Wie erkennt man, ob das Verdampfen der Kräuter richtig abläuft?

Einerseits kann man dies an der Intensität der Aromen erkennen. Mit unserem Geschmacks- und Geruchssinn können wir wahrnehmen ob die Kräuter zu leicht oder zu stark dampfen. Natürlich ist das Empfinden subjektiv, doch um einen groben Überblick zu bekommen reicht diese Technik. Sobald Dampfwolken zu erkennen sind, kann man sich sicher sein, dass die Kräuter im Vaporizer sieden.

Bedeutet viel Dampf gleichzeitig eine bessere Wirkung?

Großen Dampfwolken sind ein deutliches Zeichen dafür, dass der Verdampfer gute Arbeit leistet und viele Wirkstoffe gelöst werden.

Mann mit Rauch

Es stimmt auch, dass große Mengen an sichtbarem Dampf einen hohen Ertrag von Wirkstoffen bedeutet.

Gleichzeitig muss man aber auch wissen, dass wenig sichtbarer Dampf nicht gleich bedeutet, dass wenige Wirkstoffe gelöst werden.

Dampf aus einem Vaporizer ist nichts anderes als Gas, welches zu winzigen Tröpfchen kondensiert. Diese entstehenden Tröpfchen sehen wir dann als Dampfwolke. Kleinere Dampfwolken sind lediglich ein Zeichen dafür, dass nur ein kleiner Teil des wirkstoffreichen Gases wieder zu Dampf kondensiert wird.

Temperaturliste für die beliebtesten Kräuter

Wie oben bereits erwähnt, haben die ätherischen Öle von Kräutern unterschiedliche Siedepunkte. Die untenstehende Liste soll ihnen helfen, die richtige Siedetemperatur zu finden. Hier finden sie Wirkstoffe bestimmter Kräuter, die sich sehr gut verdampfen lassen:

Vaporizer Temperaturliste

Kräuter

  • Eukalyptus
  • Pfefferminze
  • Lavendel
  • Zitronenmelisse
  • Hopfen
  • Kamille
  • Thymian
  • Salbei

Temperatur

  • 130°C
  • 150°C
  • 130°C
  • 142°C
  • 154°C
  • 190°C
  • 190°C
  • 190°C

Verschiedene Kräuter enthalten verschiedene Wirkstoffe und nicht alle fangen bei der gleichen Temperatur an zu kochen.

Durch die richtige Verdampfung der Kräuter setzt die positive Wirkung sehr schnell ein. Im Gegensatz zu einer Teezubereitung werden die Wirkstoffe direkt über die Lunge und nicht nur über das Verdauungssystem aufgenommen. Zudem gelangen die Heilessenzen bei Atemwegsinfektionen direkt dorthin, wo sie ihre Wirkung entfalten sollen.

Die Temperaturliste soll ihnen ein Richtwert für ihre Kräuter geben. Der Wert kann um 10-20°C nach oben oder unten abweichen. Je nachdem, wieviel Dampf sie beim Rauchen als angenehm empfinden können sie mit der Temperatur herumspielen. Je höher die Temperatur, desto mehr Dampf entsteht. Versuchen sie in 5°C Schritten ihr individuelles Optimum zu finden.

Vorsicht: Verbrennungsgefahr!

Eine Verbrennung ist genau das, was man beim Vaporisieren nicht erreichen möchte. Die Kräuter sollen lediglich sieden bzw. verdunsten.

5 Feuerzeuge

Um zu verhindern, dass Ihre Kräuter Opfer des schädlichen Verbrennungsprozesses werden, sollten Sie niemals mit einer Temperatur von über 230°C dampfen. Eine Liste für die richtige Temperatur ihrer Kräuter finden sie etwas weiter oben.

Qualitativ hochwertige Vaporizer besitzen sehr gute thermischen Eigenschaften. Somit können diese auch nicht bei höheren Temperaturen brennen. Bei weniger guten Geräten entsteht sogar oft beim Dampfprozess eine Verkohlung.

Auch der Trocknungsgrad der Kräuter spielt eine Rolle. Selbst sehr trockene Kräuter können viele Wirkstoffe in den Vaporizer abgeben.

Der Siedepunkt beim Vaporisieren

Die in den Kräutern enthaltenen ätherischen Öle verändern bei einer bestimmten Temperatur ihren physikalischen Zustand. Sie werden gasförmig. Dieser Siedepunkt ist entscheidend für den sichtbaren Dampf.

Rauch

Ätherische Pfefferminzöle beispielsweise verdunsten bei 150 Grad. Durch das Verdampfen dieser Heil- und Gewürzpflanze werden Sie das typisch erfrischende Minzaroma intensiv schmecken. Viel Dampf wird bei der Pfefferminze jedoch nicht entstehen.

Große Mengen an Dampf entstehen allerdings nur bei Kräutern, deren Inhaltsstoffe einen höheren Siedepunkt haben, weil so dessen heißes Gas stärker abkühlt. Neben der Gastemperatur ist natürlich auch die Umgebungstemperatur ausschlaggebend. Dabei gilt: Je kühler die Umgebungstemperatur wird, desto größere Dampfwolken können wir mit unserem Atem erzeugen.

Bonus

Viele Beginner denken, dass die Temperatur das einzige Maß ist, welches man bei einem Vaporizer beachten sollte. Jedoch ist dies nicht richtig.

Faktoren wie der Trocknungsgrad der Kräuter, die Leistung vom Vaporizer und die Außentemperatur sind ebenfalls entscheidend.  

Wenn man bestimmte Kräuter in einem Vaporizer erhitzt, werden als erstes die H20 Moleküle, also die Flüssigkeit der Kräuter abgekocht.

Ein weiterer Faktor ist die Art des verwendeten Verdampfers. Zum Beispiel können Konvektionsverdampfer effizienter sein, da hier die Wärme auf direktem Wege übertragen wird.

Vaporisieren von Marijuana

Eine Pflanze mit besonders vielen und wertvollen Wirkstoffen ist die weibliche Cannabispflanze. Bis heute wurden über 500 Inhaltsstoffe in der weiblichen Cannabispflanze gefunden. Diese variieren natürlich je nach Sorte.

Marijuana Pflanze

Heutzutage ist es allgemein bekannt, dass das Verdampfen der gesündeste Weg ist, Marihuana zu konsumieren. Vor allem weil man nicht auf Tabak angewiesen ist, wie bei einem Joint der Fall ist.

Weniger bekannt ist die Rolle, die die Temperatur bei der Bestimmung der Auswirkungen auf den Benutzer spielt. Deswegen beantworten wir heute die Frage:

Was ist die ideale Temperatur zum Verdampfen von Marihuana?

Die ideale Temperatur für das Verdampfen von Cannabis liegt bei 175 – 200°C. Doch Wissenschaftler sind sich uneinig. Manche empfehlen eine höhere Temperatur, andere eine Niedrigere

Eine aktuelle Studie beispielsweise, welche die Cannabinoidextraktion verschiedener Vaporizer untersuchte gab 210°C als die perfekte Temperatur zum Dampfen an.

Temperatur für Marijuana

Durch etwas Experimentieren sollten sie die Temperatur finden, welche zu ihren individuellen Ansprüche am besten passt.

Halten sie sich dabei zwischen der Mindest- und Maximumgrenze auf. Denn wenn ein Anwender Cannabis unter 180°C verdampft, wird er hauptsächlich Terpene einatmen, weil Cannabinoide bei niedrigen Temperaturen nicht verdunsten.

Das bedeutet, wenn sie etwas Angst oder allgemein ein nicht so intensives und waches Hoch wünschen sollten niedrigere Temperaturen ideal für Sie sein.

Höhere Temperaturen bringen tendenziell mehr Cannabinoide hervor, wie Studien von Forschern in den Niederlanden gezeigt haben.

Grün Marijuana

Wünschen sie sich jedoch eine starke Wirkung, so sollten Sie sich an höhere Temperaturen orientieren. Bei einer Temperatur von 170 Grad Celsius werden ca. 25% der Cannabinoide freigesetzt. Die Ausbeute kann jedoch auf bis zu 70%+ steigen, wenn der Verdampfer auf 210°C+ eingestellt wird.

Hohe Temperaturen sollten sie auf keinen Fall regelmäßig verwenden. Die gesündeste Art mit dem Vaporizer Gras zu rauchen erfolgt bei niedrigeren Temperaturen.

Wichtig! Achten Sie darauf, niemals bei oder über 235°C zu verdampfen, da der Dampf rau wird und zu brennen beginnen kann. Sobald das passiert, entstehen giftige chemische Verbindungen, vergleichbar mit dem Rauchen.

Verdampfen von CBD und THC

Obwohl einige Anwender versuchen, die Verdampfungstemperatur so einzustellen, dass sie die Auswirkungen von CBD oder THC stärker spüren, ist es hier unwahrscheinlich, dass sie einen signifikanten Unterschied machen.

CBD Öltropfen

Die Siedepunkte dieser beiden Cannabinoide liegen nur 10°C auseinander.

Cannabinoide wirken auf den Benutzer durch das Endocannabinoid-System des Körpers. So ist Cannabis mit unserem Körper kompatibel, weil es Inhaltsstoffe enthält, die den Substanzen im Körper ähnlich sind und daher mit Rezeptoren in unserem Nervensystem interagieren. Das typische “High sein” entsteht.

Das bekannteste Cannabinoid ist THC (Tetrahydrocannabinol). Es trägt wesentlich zur berauschenden Wirkung von Cannabis bei. Trotz einer Reihe anderer Arzneimittel wird Cannabis oft auf diese scheinbar unangenehme Substanz reduziert, weil es in der öffentlichen Debatte kritisiert wird.

Terpene sind für den typischen Geruch und das Aroma der Pflanze verantwortlich, tragen aber auch zur Heilwirkung der Pflanze bei.

Vaporizer Gras - Temperatur ist nicht alles!

Die folgenden weiteren Faktoren beeinflussen den Betrieb einer Anlage während der Verdampfung und müssen ebenfalls bei der Wahl der Temperatur berücksichtigt werden:

Trocknungsgrad: Sehr trockene Pflanzen sollten nur bei niedrigen Temperaturen verdampft werden.

Mahlgrad der Pflanze: Je feiner das Gras gemahlen wird, desto leichter lösen sich die Wirkstoffe auf.

Vielfalt: Es gibt einige Pflanzensorten mit individuellen Verdampfungsarten.

Verdampfer: Die Konvektionsheizung ermöglicht beispielsweise eine gleichmäßigere Erwärmung und damit auch höhere Temperaturen. Beim Vaporizer empfehlen wir qualitativ hochwertige Modelle. Zum einen, weil ihre Gesundheit auf dem Spiel steht und zum anderen weil gute Geräte meist eine längere Lebensdauer besitzen und sie so sogar Geld sparen können.

Der Anwender selbst: Der physische, psychische und emotionale Zustand des Konsumenten ist ein komplexer Faktor, der schwer zu messen ist, aber einen wesentlichen Einfluss auf die Wirkung hat.

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